Der Pombero

Gast-Artikel von Renate

Bevor ich mit diesem Bericht beginne, möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, daß ich nicht beabsichtige meine paraguayischen Freunde und Bekannten lächerlich zu machen, noch an Ihren und in Ihrer Gesellschaft fest verwurzelten Glauben an Ihre Sagen und Mythen zu rütteln.

Eine der wohl bekanntesten Gestalten ist der Pombero. Auch Neuankömmlinge kennen ihn in kürzester Zeit.

DER POMBERO ist ein kleiner, häßlicher, an Armen und Beinen stark behaarter Mann.
Er lebt in den Wäldern oder manchmal in verlassenen Häusern.
Er erscheint um Mitternacht und pfeift wie ein Vogel oder kräht wie ein Hahn.
Man weiß sofort wenn er da war, den er hinterläßt einen üblen Geruch.
Wenn Einem so etwas widerfährt, muß man nach Aussagen meiner Freundin zunächst mal den Hauseingang mit Weihwasser besprengen. Bei Einbruch der Dunkelheit sollte man Chipa (Maismehlgebäck ), Caña (Zuckerrohrschnaps) und eine Zigarre vor die Haustür legen um so den Pombero zu besänftigen. Dies muß man so lange wiederholen, bis er die Gaben liegen läßt. Auch wird ihm nachgesagt, daß eine Berührung von ihm zur Schwangerschaft führt…..
Ich nehme an, daß dies für viele Frauen eine gute Ausrede war, wenn der Kindsvater auf und davon ist oder verheiratet war. In unserem Nachbarort gibt es einen zwergenwüchsigen Mann, deren Mutter im Wald war und angeblich vom Pombero berührt wurde.
Wir haben bereits bei unserem Hausbau vor fast 18 Jahren von dieser Sagengestalt gehört. Ich entdeckte in unserem Hausbereich wunderschöne Parasolpilze, da sie aber noch recht klein waren, wollte ich noch etwas warten. Am nächsten Morgen waren alle kaputtgetreten, ich dachte erst unsere Hunde hätten sie beim Spielen umgerannt. Daraufhin haben uns unsere Maurer erklärt, daß sie es waren ,denn es war für sie klar, daß der Pombero uns besucht hatte denn wo er seine Fußspuren hinterläßt, da wachsen Pilze. Andere sagen es wäre seine ” Hinterlassenschaft “.
Daher auch die weit verbreitete Abneigung gegen Pilze, außer Champignons, daß sind nämlich keine…. ( Sie kommen aus der Dose )
Zu meiner Freundin sagte ich mal, bei uns wäre der Pombero noch nie gewesen,worauf sie sagte:
” Weil Du nicht an ihn glaubst !!!!”

SO EINFACH IST DAS

und so sieht er aus

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Mai 092012
1. Kerana und Tau

Gast-Artikel von Renate

Erzählt wird in den Mythen der Guarani die traurige Geschichte der acht Kinder von Kerana und Tau.

Eine der schönen Töchter der guten Geister “Kerana” wird von einem der bösen Geister “Tau” entführt.  Sie gebärt ihm acht Kinder.
Diese acht Kinder werden von einer Göttin verflucht und in Monster verwandelt. Das achte Kind wird durch ein grosses Opfer der guten Geister von diesem Fluch bewahrt aber für die anderen sieben gibt es keine Rettung.

Aus den sieben verfluchten Kindern werden die sieben Monster der Guarani.

Teju Jagua
er ist der Gott der Früchte und ist in eine riesige Eidechse verwandelt worden. Diese Eidechse wird mit einem oder mehreren Hundeköpfen beschrieben.

Mboi Tu`i
Gott der Gewässer, er wird als Schlange mit Papageienkopf und grossem Schnabel beschrieben.

Mona´i
Gott der offenen Felder, er wurde in die Gestalt einer Schlange mit Hörnern verwandelt.

Jasy Jatere
Gott der Siesta, er behielt als einziger eine menschliche Gestalt und erscheint als kleiner Mann oder Junge mit blondem Haar.

Kurupi
Gott der Fruchtbarkeit, eine menschenähnliche Gestalt deren Hauptmerkmal der mehrmals um den Bauch gewickelte Penis ist.

AoAo
Gott der Hügel und Berge, er ist eine schafähnliche Kreatur der als Kannibale sein Unwesen treibt. Sein Name ist durch seinen Ruf  “AO AO AO..” entstanden.

Luison
Gott des Todes, eine hässliche Kreatur, eine Mischung aus Mensch und Hund deren Heimat hauptsächlich die Friedhöfe sind.
ACHTUNG: Wem der Luison durch die Beine läuft, wird der nächste Luison.

Als nächstes werde ich Euch einen kleinen Bericht über einen der Hauptpersonen der Mystik -Guarani “dem Pombero” schreiben.

Dieser Beitrag soll Euch nur ein Anreiz sein sich ein bisschen mit den Mythen unseres Gastlandes zu beschäftigen. Ihr werdet im Internet oder auf die “altmodische” Art,
von den älteren Nachbarn mehr über diese sieben Burschen erfahren (Ich habe es ja auch von irgendwo her).

Viele Grüsse
Renate aus Paraguari (der Heimat des AoAo)

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Apr 092012
7 Tataqua 2

Gast-Artikel von Renate

Die Paraguayer sind sehr gläubige Menschen, hier beginnt die “SEMANA SANTA”  (die heilige Woche) mit dem Palmsonntag.

Schon ab Freitag vor Palmsonntag sieht man überall auf den Märkten und an den Strassenrändern Frauen sitzen die Ihre selbst gefertigten Gebinde aus einer bestimmten Palmensorte der ” Pindo” herstellen. Wobei jede der Frauen ihre eigene Art hat, diese Gebinde zu flechten.

Am Palmsonntag findet, meist unter freiem Himmel, die Palmweihe statt.

Am Dienstag oder Mittwoch treffen sich die Frauen der Familie um gemeinsam “Chipa”  ( Gebäck aus Maismehl ) in ihrem “Tataqua”  (gemauerter Steinofen) zuzubereiten.

Am Gründonnerstag essen sie gemeinsam ” das letzte Abendmahl “;  meist gibt es Schweinefleisch, was es nur zu besonderen Anlässen gibt.

Der strengste Feiertag überhaupt ist der Karfreitag, den ganzen Tag herrscht Stille, man hört kein Radio und es wird sowenig wie möglich gegessen, wenn überhaupt dann Milchreis oder Milch mit Chipa.
In vielen verschiedenen Orten finden Umzüge statt, auf denen der Kreuzweg mit den Kreuzwegstationen nachgestellt wird.
Ganz berühmt ist ” TANARANDY ” (der Ort der Ketzer und Dämonen) dieses grosse Schauspiel findet jedes Jahr bei San Ignacio (Misiones) statt. Zum Gedenken an die Indianer, die sich der Evangelisierung durch die Jesuiten widersetzt haben .Es erstreckt sich über 3 km Länge, welche mit Fackeln und Lampen ausgeleuchtet ist.
Alle Stationen und Bilder werden von den Dorfbewohner selbst dargestellt.
Jedes Haus trägt ein Schild mit dem Namen des Familienvaters an der Tür, nebst einer Zeichnung seines Berufes.
Tanarandy soll Symbol für die Freiheit des Glauben und der Kultur sein.
Geschenke zu Ostern sind hier nicht so wichtig, im Vordergrund steht das Zusammentreffen der Familie. Verschenkt werden im Regelfall die selbstgemachten “Chipa”.
Der Brauch mit Osterhasen und Ostereier hat aber auch schon durch die Mischkultur in Paraguay Einzug gehalten. So findet man Schokoladenhasen und Eier in verschiedenen Supermärkten.

FELICES PASQUAS

Renate

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Jan 052012

Didelphis auritaHatten wir doch heute Nacht Besuch! Um 4h morgens fing unsere Nelly an mit einem riesen Theater. Sie kriegte sich nicht wieder ein. Klaus ist dann aufgestanden um mal nachzusehen. Da es aber noch sehr dunkel war, konnte er nicht sehen, was Nelly so aufregend fand. Um 6h aber war es hell genug und siehe da, der Grund der Aufregung war ein ganz süsser Fratz, der oben in einem Baum sass und erschrocken auf Nelly starrte. Natürlich gleich Fotoap. geholt und Bilder gemacht. Wenn Ihr Euch genau die Fotos anseht, kann man 4 kleine Schwänze aus dem Beutel rausgucken sehen. Diese Tiere heissen auch Beutelratten und tragen ihre Kinder wie beim Kängeruh im Beutel. Wir haben zum Schluß Boris und Nelly eingesperrt damit der Opossum (Didelphis aurita) mit seinen Kindern unbeschadet vom Baum und unser Grundstück verlassen kann. Es war für uns ein tolles Erlebnis. Ich habe ein Tier zum ersten Mal so Nahe gesehen und finde ihn ganz süss stimmts ?????

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Es ist zwar erst am Anfang und wird noch ausgebaut, aber ich heiße Euch schon jetzt herzlichst Willkommen !!!! Klaus und ich würden uns sehr freuen, wenn Ihr regen Gebrauch davon macht. Vor Allem würden wir uns über Vorschläge freuen, welche Themen un Kategorien ihr gerne hättet, wir machen das dann schon. Hier kommt ihr direkt da hin, viel Spass.

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Ein niegelnagel neues Baby ist in Paraguay geboren mit Kaiserschnitt. Es ist ein ganz niedliches kleines Mädchen, gesund und munter.

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Wie schon geschrieben, gibt es erst heute Geschenke. Wir haben für unsere Nachbarsfamilien mit Hilfe von Hanne,  Chefin der Feuerwehr und Veronika eine unserer paraguayischen  Nachbarinnen, für jede Familie Tüten mit Kleidung, Süßigkeiten und Spielsachen zusammengestellt.

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Nun ist schon wieder 1 Jahr vorbei und wir feiern das zweite Sylvester in Paraguay. Wir wollen es in Ruhe mit unseren Tieren, den Papageien, Hunden, Grillen, usw. zu Hause genießen. Eine Flasche Sekt ist schon im Kühlschrank und Dart oder Kniffel warten auf uns.

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weihnachtsessen01Ich bin zwar mitten im Putzen, aber da ich keinen Putzfimmel habe, höre ich mitten drin auf und schreibe ein paar ZEILEN:

Am dritten Advent waren wir beim Ralf und seiner Frau, einer thüringer Familie, zum Gänsebratenessen mit Thüringer Klößen und das bei 38 Grad. Alle vier Wochen haben sie einen Mittagstisch und es ist ein Treffpunkt der Deutschen.

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froschfritzeJetzt ist die Zeit wieder da und die Frösche beginnen mit ihrem Konzert. Es ist wirklich schade, daß ihr es nicht hören könnt. Die Frösche in Deutschland quaken wie es sich für einen ordentlichen Frosch gehört. Hier in Paraguay gibt es verschiedene Arten von Lauten. Weiterlesen »

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